Verkehrssicherungspflicht bei MTB-Trails

Klarheit bei der Verkehrssicherungspflicht von Mountainbike-Trails – Vorstellung des neuen Leitfadens und seine Bedeutung für die Praxis

Mittwoch 17. Juni · 15:15 –16:15

Die Verkehrssicherungspflicht ist ein zentraler Bezugspunkt bei der Planung, Genehmigung und dem Betrieb von Mountainbike-Trails – Gleichzeitig zeigt sich in der Praxis, dass ihre konkrete Auslegung häufig mit Unsicherheiten verbunden ist.

Mit dem Ausbau von Trail-Infrastruktur wächst der Bedarf an klaren, nachvollziehbaren Maßstäben für den Umgang mit Haftungsfragen. Trotz vorhandener rechtlicher Grundlagen bleibt in vielen Fällen offen, wie diese konkret auf unterschiedliche Trailtypen, Bauweisen und Nutzungssituationen anzuwenden sind – und welche Anforderungen sich daraus für die jeweiligen Akteur:innen ergeben.

Im Rahmen der Session wird der Leitfaden zur Verkehrssicherungspflicht bei MTB-Trails vorgestellt. Entwickelt im Kontext des Bike Nature Movements, richtet er sich an Kommunen, Forstbetriebe, Tourismusorganisationen, Vereine und weitere Träger von Mountainbike-Angeboten.

Der Leitfaden strukturiert zentrale rechtliche Grundlagen, ordnet typische Fragestellungen ein und leitet daraus konkrete Empfehlungen für Planung, Bau und Betrieb von Trails ab. Dabei geht es unter anderem um die Einordnung unterschiedlicher Trailtypen, die Rolle von baulichen Elementen, Fragen der Zuständigkeit sowie um praktikable Ansätze für Kontrolle und Unterhaltung.

Die Session gibt Einblicke in zentrale Inhalte und Hintergründe des Leitfadens und bietet Raum für Einordnung und Diskussion.

Prof. Dr. Nicolas Klein

Professor für Energie-, Umwelt- und Wirtschaftsrecht · HAWK

Fiona Spotswood

„Verkehrssicherungspflichten sollten kein Hindernis für MTB-Strecken sein: wer die Rechtslage versteht, kann Haftungsrisiken gezielt managen.”

Nicolas Klein ist Professor für Energie-, Umwelt- und Wirtschaftsrecht an der HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fakultät Ressourcenmanagement am Standort Göttingen. Er lehrt und forscht an der Schnittstelle von nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung, Praxistransfer und interdisziplinären Lösungsansätzen in den Bereichen Energie-, Umwelt- und Wirtschaftsrecht. Einer seiner fachlichen Schwerpunkte ist zudem das Waldrecht, einschließlich der rechtlichen Behandlung von Verkehrssicherungspflichten.

Heiko Mittelstädt

Referent DIMB Advocacy & Infrastructure · DIMB e.V.

Fiona Spotswood

„Mountainbiken im Wald ist zu einem selbstverständlichen Teil der Freizeitkultur geworden. Ob auf vorhandenen Wegen oder offiziellen Mountainbike Trails. Dazu gehört aber auch, dass Nutzende sich ihrer Eigenverantwortung und der Gefahren in Wald und freier Natur bewusst sind und diese der eigenen Risikosphäre zuordnen.”

Heiko Mittelstädt ist Referent für Advocacy & Infrastructure beim DIMB e.V. und setzt sich dort für die Interessen von Mountainbikenden in ganz Deutschland ein. Nach vorangegangenem ehrenamtlichen Engagement ist er seit 2015 hauptberuflich für den Verband tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Beratung unterschiedlicher Akteure zu rechtlichen Rahmenbedingungen wie Betretungs-, Natur- und Forstrecht sowie in der Planung, dem Bau und der Instandhaltung von Mountainbike-Infrastruktur mit besonderem Fokus auf Trails und Tourismus.

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