Panel – Mountainbiken in Baden-Württemberg

Welche Rahmenbedingen für Community, Tourismus und Bike-Industrie sind unter der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg zu erwarten?

Mittwoch 17. Juni

Wie können rechtssichere, naturverträgliche und zugleich attraktive Mountainbike-Angebote in Baden-Württemberg entstehen?

Vortragsaufzeichnung vom 9. deutschen Mountainbike-Kongress 2026:

Das politische Panel bringt Perspektiven aus Landesverwaltung, Naturschutz, Tourismus, Fahrradindustrie und Bike-Community zusammen und diskutiert, welche Rahmenbedingungen unter der neuen Landesregierung erforderlich sind.

Holger Bäuerle vom Schwäbische Alb Tourismusverband, Svenja Golombek vom ZIV – Die Fahrradindustrie, Matthias Kiess vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg, Michael Kretzschmar vom Umweltministerium Baden-Württemberg und Janet Weick von der DIMB IG Rems-Murr beleuchten die Weiterentwicklung des Mountainbikens aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

Ein zentraler Diskussionspunkt ist die Zwei-Meter-Regel. Auch die Zwei-Meter-Regel und ihre praktische Umsetzung sind Teil der Diskussion. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie bestehende rechtliche Rahmenbedingungen mit den Anforderungen an eine zeitgemäße Mountainbike-Entwicklung zusammengebracht werden können. Die Bike-Community sieht dabei insbesondere Bedarf an klaren Hilfestellungen und praxisnahen Lösungswegen, die vor Ort mehr Orientierung und Handlungssicherheit schaffen. Zugleich wird deutlich, dass Naturschutz, landschaftliche Sensibilität und eine konfliktarme Streckenführung zentrale Maßstäbe für neue Angebote bleiben.

Breiten Raum nimmt die Frage ein, wie Genehmigungs- und Entwicklungsprozesse künftig besser gestaltet werden können. Frühzeitige Beteiligung, Runde Tische und eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe sollen Kommunen, Forst, Naturschutz, Tourismus, Grundeigentümer und Bike-Community zusammenbringen. Besonders das Ehrenamt spielt dabei eine tragende Rolle: Es bringt lokales Wissen, Engagement und Akzeptanz in die Prozesse ein, benötigt dafür aber verlässliche Strukturen und Unterstützung.

Aus touristischer Perspektive geht es nicht allein um neue Trails, sondern um eine qualitätsorientierte Gesamtentwicklung. Hochwertige und naturverträgliche Angebote entstehen dort, wo Besucherlenkung, Infrastruktur, regionale Zusammenarbeit und politische Rückendeckung zusammengedacht werden.

Das Panel zeigt: Die Perspektiven auf das Mountainbiken in Baden-Württemberg sind unterschiedlich, der Handlungsbedarf wird jedoch gemeinsam gesehen. Nun braucht es einen konkreten Rahmen, der mehr Orientierung bietet und die Entwicklung rechtssicherer, naturverträglicher und lokal getragener Angebote erleichtert.

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